Newsletter vom 31. August 2015


Liebe Leserinnen, liebe Leser

Jetzt sind wir alle gefordert

Vor 10 Tagen mussten wir Sie informieren, dass das SEM das Wiedererwägungsgesuch leider abgelehnt hat und Timur, Khedi, Anvar, Markha, Linda und Mansur nun die Ausschaffung droht!

Wie ausgeführt, zieht das SEM weder in Erwägung, dass die Fluchtgründe des Vaters real sind, noch dass das Kindswohl bei einer Ausschaffung gefährdet ist. So steigt der Druck und nagt an der Gesundheit der ganzen Familie. So musste Timur erneut hospitalisiert werden. Khedi’s Zustand hat es leider ebenfalls erfordert, sich in ärztliche Betreuung zu begeben.



Was können wir rechtlich nun tun?
Vorneweg ist festzustellen, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg leider keine Option darstellt. Deshalb müssen wir uns auf den Weg einer Beschwerde als letzte Option gegen die Fehleinschätzung des SEM konzentrieren.

Für alle, die die Familie kennen und für alle, die die Medienberichte über die Familie verfolgt haben, ist augenfällig, dass insbesondere die Kinder hier zu Hause sind und neben der Familie ein umfangreiches Kontaktnetzwerk pflegen.
Zu urteilen, dass genau diese hochgradige Integration bei einer Ausschaffung keiner Entwurzelung der Kinder entspricht und vielmehr als Fähigkeit zu deuten ist, sich auch sonst irgendwo und insbesondere in der totalitären russischen Teilrepublik Tschetschenien zu integrieren, ist ein Hohn gegenüber den strahlenden und lachenden Kinderaugen, die dank den Medien durch die ganze Schweiz gegangen sind.

Die Eltern und die Kinder im Alter von 4, 9, 11 und 14 Jahren haben alles gegeben, um sich zu integrieren und haben es geschafft, hier eine sichere Heimat und Freunde zu finden. Diese herausragende Leistung zu einer Fähigkeit zu degradieren und die Hoffnung der Kinder durch die Ausschaffung zu brechen, ist einer modernen und multikulturellen Schweiz schlicht und einfach nicht würdig.

Die 1‘348 Unterstützerinnen und Unterstützer, die sich auf unserer Website eingetragen haben und das Interview mit dem Schulvorstand der Gemeinde in der Zürichsee Zeitung http://hierzuhause.ch/images/content/medien/zsz_lorenzfelder_ki.pdf, bestätigen uns, dass wir nicht die einzigen sind, die diese Meinung vertreten.

Eure Hilfe und Unterstützung ist notwendig!

Das Kindswohl wird deshalb der zentrale Punkt unserer Beschwerde!

Es ist enorm wichtig, dass wir den Prozess der Beschwerde mit Briefen untermauern und so darlegen können, dass die Familie und insbesondere die Kinder nicht nur in ihrem unmittelbaren, persönlichen Umfeld (d.h. dessen Kernfamilie) eingebettet ist, sondern intensive Kontakte zu einem erweiterte sozialen Umfeld pflegen.

Das SEM wird dabei nicht mehr Adressat der Briefe sein, sondern gezielt Personen, die sich mit dem Fall zu befassen haben. Es ist uns ein Anliegen, den Persönlichkeitsschutz dieser Personen zu wahren, weshalb wir an dieser Stelle noch keinen Adressat nennen wollen.

Wenn Sie bereit sind, unsere Beschwerde zu unterstützen, bitten wir Sie, uns auf info@hierzuhause.ch zu mailen. Wir werden Sie dann gerne direkt innerhalb der nächsten Tage über alles Weitere informieren. Vielen herzlichen Dank!

Zugegebenermassen ist das ein etwas spezielles Vorgehen. Wir wählen diesen Ansatz aber ausschliesslich, um die Persönlichkeit der Adressaten und die unserer Freunde zu schützen und danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Was weiter…?

Im Hinblick auf die Beschwerde und Ihre Briefe sind wir bemüht, weiterhin Öffentlichkeitsarbeit zu leisten und zu versuchen, in den Medien auf die Situation der Familie M aufmerksam zu machen. In Bezug auf die Medien bewegen wir uns in einem Themenfeld, das durch die in jüngster Zeit überall in Europa eskalierende Situation und zunehmender Polarisierung geprägt ist.

Wir von hierzuhause.ch sind nicht politisch motiviert. Allein die Erfahrungen mit der Familie sind der Antrieb uns zu engagieren.

Gemeinsam mit Ihnen engagieren wir uns allein dafür, um die Gremien davon zu überzeugen, dass die Familie M hier zu Hause ist – Danke für Ihre Unterstützung.

Spenden

Vieles, was wir gegen die Ausschaffung der Familie M unternehmen, verursacht Kosten. Glücklicherweise können wir auf die Grosszügigkeit einer Einzelperson zählen und erhalten so die Möglichkeit, alle erdenklichen Hebel in Bewegung zu setzen. Diese Grosszügigkeit ist letztlich ausschlaggebend, dass wir uns gemeinsam mit Ihnen engagieren können.

Unterstützungskonto:
PC 85-364525-4, Combinat Zürich (Vermerk: Hier zuhause)
 
Herzlichen Dank für Ihr Engagement zu Gunsten von hierzuhause.ch und dem einzig richtigen Entscheid – dem Verbleib der Familie M. in der Schweiz.

Jetzt sind wir alle entscheidend gefordert!
 
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