Newsletter vom 19. Oktober 2015


Liebe Leserinnen, liebe Leser

Noch immer warten wir auf das Urteil zum Rekurs beim Bundesverwaltungsgericht vom 16. September 2015, welches täglich eintreffen kann. Hingegen eingetroffen ist Ende der letzten Woche endlich der Polizeirapport zur versuchten Ausschaffung vom 17. September 2015.
 
Gerne geben wir von hierzuhause.ch Ihnen nachfolgend ein Update zu unserem gemeinsamen Engagement für die Familie M.

Rekurs beim Bundesverwaltungsgericht

Die superprovisorische Verfügung zum  Vollzugs-Stopp hat nach wie vor Gültigkeit. Ansonsten sind keine weiteren Informationen beim Anwalt eingegangen. Es bleibt absolut unkalkulierbar, wann mit einem Entscheid zu rechnen ist.

Familie M

Der Alltag der Familie ist nach wie vor von der Angst einer drohenden Ausschaffung geprägt. Die Mutter fühlt sich beim Einkaufen nur noch in Begleitung sicher und die Kinder werden von Albträumen geplagt. Der Vater befindet sich nach nach wie vor in stationärer ärztlicher Behandlung.

Ausschaffungsversuch

Wir haben den Polizeirapport zur versuchten Ausschaffung vom 17. September 2015 nach langer Verzögerung nun endlich erhalten. Parallel dazu hat der Anwalt den Einsatz mit jedem einzelnen Familienmitglied eingehend durchgesprochen.
Entsprechend geht es nun darum, die vorliegenden Informationen zu vergleichen und zu beurteilen. Im Grundsatz gehen wir heute zumindest von einer Kompetenzüberschreitung aus und sind entschlossen, begangene Verfehlungen aufzunehmen, zu verfolgen und gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit Behörden und Medien aufzuarbeiten.

Reaktionen der Behörden

Aus den Reihen unserer Unterstützerinnen und Unterstützer sind zahlreiche Briefe an Mario Fehr (SP Regierungsrat, Kanton Zürich), Mario Gattiker (Vorsteher des SEM) sowie an unsere Bundespräsidentin Frau Simonetta Sommaruga geschrieben worden.

Soweit wir informiert sind, hat Mario Gattiker einen Brief beantwortet und darin bekräftigt, dass das SEM im Fall der Familie M bei einer Ausschaffung weder eine Verfolgungsgefahr ausmachen kann noch das Kindswohl als gefährdet betrachtet wird. Dies obwohl das EJPD Russland nicht als verfolgungssicher betrachtet, unabhängige Tschetschenien-Experten, Menschenrechtsorganisationen und Psychiater zu einer ganz anderen Einschätzung gelangen und die Kinder aus ihrem vertrauten sozialen Netz herausgerissen und sich in einem ihnen fremd gewordenen Land wiederfinden würden, das ihnen keinerlei Zukunftsperspektiven bietet.

Entsprechend stellt sich schon die Frage, welche Informationsquellen und Massstäbe das SEM für die Beurteilung beizieht und ob mit den verwendeten Informationsquellen überhaupt eine fundierte Beurteilung möglich ist – wir bleiben in jedem Fall dran. Und falls Sie, liebe Unterstützerin oder Unterstützer, unsere Meinung teilen, freuen wir uns natürlich über jeden weiteren Brief, den Herr Gattiker oder Frau Sommaruga erreicht.

Lesenswert

Während der Herbstferien sind im Gemeindeblatt „Kilchberger“ und im „Beobachter“ Beiträge zur Situation der Familie M erschienen. Sie finden die Artikel unter folgenden Links:
Kilchberger:
http://hierzuhause.ch/images/content/medien/1.pdf
Beobachter:
http://hierzuhause.ch/images/content/medien/2.pdf

Danke für die Spenden

Ein grosses Dankeschön an die SpenderInnen, die unser Engagement finanziell unterstützen. Wir sind auch weiterhin auf Ihre Spende angewiesen.

Unterstützungskonto:
PC 85-364525-4, Combinat Zürich (Vermerk: Hier zuhause)
IBAN-Nummer: CH16 0900 0000 8536 4525 4
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