Newsletter vom 14. Dezember 2015


Liebe Leserinnen, liebe Leser

Noch kein Entscheid des Bundesverwaltungsgerichtes – Die Antwort des Regierungsrates – Aufsichtsbeschwerde eingereicht – Neuer Beitrag in SF Aktuell

Bereits ist einige Zeit verstrichen, seit wir uns das letzte Mal bei Ihnen gemeldet haben.  No News im wahrsten Sinne des Wortes – noch immer liegt kein Entscheid vom Bundesverwaltungsgericht vor.

Kurz vor Weihnachten möchten wir Ihnen heute ein Update zur Situation der Familie M übermitteln und Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit wünschen.

Familie M

Für die Familie M steht eine unsichere Weihnachtszeit bevor. Täglich muss damit gerechnet werden, dass der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts eintrifft, dass dieser Bescheid negativ sein könnte und schon Stunden später die Ausschaffung vollzogen werden soll. Trotz Alltag eine wahrlich bedrohliche und belastende Situation!

Die Familie ist vom Ausschaffungsversuch vom 17. September 2015 noch immer traumatisiert. Die Mutter muss zum Einkaufen begleitet werden, eines der Kinder wird auch heute noch von Albträumen geplagt und die Behandlung des Vaters dauert noch immer an. Das alles zeigt deutlich, wie gross die Belastung für die Familie ist und wie der Alltag von der Angst einer Wegweisung geprägt ist.

Die Antwort des Regierungsrates

Inzwischen hat der Zürcher Regierungsrat die Anfrage der Kantonsräte Mattea Meyer, Sybille Marti und Markus Bischoff beantwortet. Zusammengefasst hält der Regierungsrat fest, dass die Kantonale Behörde nur ein ausführendes Organ sei, das sich stets am definierten Musterprozess orientiert und korrekt und professionell handelt. Das gelte nicht nur in Bezug auf die Kinder sondern auch in Bezug auf spezielle Situation, wie z.B. wenn sich eine betroffene Personen in ärztlicher Behandlung befindet. Dass der rüde Ausschaffungsversuch ausserhalb der Kompetenzen und trotz Rekurs beim Bundesverwaltungsgericht erfolgte, begründet der Regierungsrat mit dem Hinweis, dass die handelnden Beamten keine Kenntnis vom Rekurs gehabt hätten.

Wir stellen fest, dass es doch stark divergierende Auffassungen gibt, was als korrekt und professionell zu betrachten ist und ebenso, dass Unwissenheit ganz offensichtlich vor Strafe schützt – wir überlassen die weitere Beurteilung Ihnen, liebe Leserinnen und Leser.
Antwort des Regierungsrates: http://bit.ly/1PSri3H

Aufsichtsbeschwerde: Pleiten, Pech und Pannen

In Zusammenarbeit mit dem Anwalt und der Menschenrechtsorganisation „augen auf“ haben wir die Protokolle der Behörde und der Polizei zum Ausschaffungsversuch gesichtet und diskutiert. Es hat sich gezeigt, dass der vom Regierungsrat als Vorgehen nach Musterprozess gelobte Ausschaffungsversuch von zahlreichen Pleiten, Pech und Pannen begleitet ist.
Wie bereits angekündigt, haben wir zusammen mit Familie M und unserem Anwalt eine Aufsichtsbeschwerde vorbereitet. Nach einiger Verzögerung liegt diese nun vor und wird diese Woche zuhanden der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich eingereicht.

Beitrag in SF Aktuell und Artikel in der Zürichseezeitung

Die Eingabe der Aufsichtsbeschwerde ist ebenfalls Thema in einem weiteren Beitrag von SF Aktuell. Der Beitrag wird am Montag, 21. Dezember,  19 Uhr ausgestrahlt.
Am 14.12.  ist in der Zürchsee Zeitung ein neuer Artikel zur Situation der Familie M erschienen. Im Zentrum steht die Antwort des Regierungsrates. Sie finden den Artikel unter dem nachfolgenden Link:
http://bit.ly/1Qukgps

Danke für die Spenden

Für Abklärungen und Gutachten in Bezug auf die Aufsichtsbeschwerde sind zusätzliche Aufwendungen entstanden. Wir danken allen Spenderinnen und Spender die uns helfen, diese Kosten zu stemmen und uns so ermöglich, das Richtige zu tun und gegen den rüden Ausschaffungsversuch vom 17. September 2015 vorzugehen.

PC 61-248075-2, Hier zuhause
IBAN CH59 0900 0000 6124 8075 2

 

Ohne Sie hätten wir einpacken können

Ohne Sie, liebe Leserinnen und Leser, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer hätten wir kein Bein vor das andere gebracht. Sie haben uns mit Ihrer Präsenz an Fototerminen, Briefeschreiben, Spenden, Sharings, FB-Posts, Kontakte und aufmunternden Worten bestätigt, dass unsere Freunde hier zu Hause sind und wir uns für das Richtige engagieren.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen eine besinnliche Adventszeit und erholsames Feiertage.
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