Newsletter vom 10. Juli 2015

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Ihre Unterstützung macht Mut! Wir danken den mehr als 900 Unterstützerinnen und Unterstützer, die sich bisher auf unserer Website www.hierzuhause.ch eingeschrieben haben. Zusammen mit Ihnen sagen wir NEIN zur Ausschaffung unserer Freunde und Nachbarn nach Tschetschenien! Linda, Marha, Anvar, Mansur und ihre Eltern sind hier in Kilchberg zu Hause.

In Zeiten, in denen Parteien in der Schweiz offen zum Widerstand gegenüber MigrantInnen aufrufen, ist eine so grosse Unterstützung und Solidarität für eine Flüchtlingsfamilie wie Familie M nicht selbstverständlich und macht viel Mut – ein riesengrosses Dankeschön für Ihre Unterstützung.

Wendepunkt?

Heute ist der letzte Tag vor den Sommerferien und gleichzeitig hoffentlich auch der Wendepunkt. Denn heute wird das neue Gesuch beim SEM (Staatssekretariat für Migration) eingereicht. Das Gesuch wird mit all Euren Briefen, Kinderstimmen und Berichten zur perfekten Integration der Familie M ergänzt, die wir zusammen mit Euch in den letzten gut 2 Wochen seit dem Foto auf dem Dorfschulplatz gesammelt haben. Das heisst aber keinesfalls, dass wir jetzt Abreissen dürfen. Es gilt weitere Unterstützer zu finden, weiter auf Facebook zu teilen, zusätzlich noch die Daumen zu drücken und das Gesuch so zu flankieren und Nachdruck zu verleihen.

Lesenswert

Heute erscheint im Tagesanzeiger ein Artikel über die Geschichte der Familie M und unser Engagement gegen die Ausschaffung. In den letzten 2 Wochen hat der Tages Anzeiger recherchiert und sich entschlossen, einen Beitrag zu publizieren. Wir finden den Artikel in jedem Fall treffend, was die Familie M, die Behörden und uns selber betrifft. Lesen Sie den Beitrag ist im gedruckten Tagi auf der Aufschlagsseite des Lokalbundes oder online unter http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/die-guten-tschetschenen-von-kilchberg/story/15753424.

Die Familie M

Die Situation der Familie M ist zunehmend angespannt. Mit grosser Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass es dem Vater nicht besser geht. Wer den Artikel der Kaukasischen Gesellschaft auf unserer Website unter http://www.hier-zuhause.ch/de/Situation gelesen hat, kann nur erahnen, unter welchem Druck die ganze Familie mittlerweile steht. Das alles zeigt uns, dass es jetzt noch wichtiger ist, dass Sie gemeinsam mit uns die Familie nach Kräften unterstützen.

Die Gemeinde und die Politik

Wie wir in unserem letzten Newsletter berichtet haben, können wir leider nicht auf die Unterstützung des offiziellen Kilchbergs zählen. Persönliche Gespräche und das genaue Lesen der Liste der Unterstützer gibt uns aber Gewissheit, dass wir sowohl das öffentliche Kilchberg als auch die Politik zu unseren Unterstützern zählen dürfen. Das darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Schweizer Behörden unglaublicherweise keinen Unterschied zwischen einem Flüchtling aus Russland und einem Flüchtling aus dem totalitären Teilstaat Tschetschenien machen. Für viele von uns ist Moskau eine Reise wert, wer aber will schon nach Grosny? Es wäre an der Zeit, dass die Politik aktiv wird und diesem Missstand ultimativ ein Ende setzt.

Spenden

Vieles, was wir gegen die Ausschaffung der Familie M unternehmen, verursacht Kosten. Glücklicherweise können wir auf die Grosszügigkeit einer Einzelperson zählen und erhalten so die Möglichkeit, alle erdenklichen Hebel in Bewegung zu setzen. Diese Grosszügigkeit ist letztlich ausschlaggebend, dass wir uns gemeinsam mit Ihnen engagieren können. Wir werden auch in Zukunft Kosten haben und schätzen uns glücklich, dass wir inzwischen 1/7 der Aufwendungen aus Spenden finanzieren können. Über weitere Spenden freuen wir uns! Vielen Dank!

Spendenkonto: 85-364525-4, combinat, zürich

Facts and Figures

Seit der Aufschaltung unserer Site haben sich schon über 900 Personen als Unterstützerinnen und Unterstützer eingetragen. Immer mehr surfen über unsere Website und informieren sich über die Situation der Familie M und in ihrem Herkunftsland Tschetschenien. Letzte Woche konnten wir zudem einen speziellen Beitrag von Eckehard Maas http://de.wikipedia.org/wiki/Ekkehard_Maa%C3%9F von der kaukasischen Gesellschaft in Deutschland aufschalten, welcher bereits von mehr als 100 Personen gelesen worden ist. Mehr als 300 Nutzer teilen unsere Informationen via Facebook und helfen so mit, die Geschichte und Situation der Familie M. zu verbreiten – und Sie, teilen auch Sie?

Herzlichen Dank für Ihr Engagement zu Gunsten von hierzuhause.ch und dem einzig richtigen Entscheid – dem Verbleib der Familie M. in der Schweiz.
Ihre Unterstützung macht Mut – Schaffen wir die 1000 noch vor den Sommerferien?
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