Newsletter vom 27. 9. 2016

Schwierige Einschulung in Tschetschenien +++ Danke Herr Fehr! Verfahren zur Prüfung des Gesuchs um Aufenthaltsbewilligung eröffnet +++ Zurückhaltung in den Medien

Liebe Leserin, lieber Leser

Die alles entscheidende Phase unseres Engagements hat die erste Stufe genommen, derweil die Einschulung der Kinder in Tschetschenien alles andere als gelungen ist.
Lesen Sie nachfolgend News zur Situation in Tschetschenien, zur ersten Reaktion aus der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich und unserer momentanen Haltung gegenüber der Medien.


 

Schwierige Einschulung in Tschetschenien

Anfang September hat die Schule in Tschetschenien begonnen. Linda und Marha wurden nach längerem hin und her in einer der zwei Schulen im Ort aufgenommen. Anvar hingegen wurde von den Schulbehörden trotz intensiven Bemühungen seitens der Familie - auch bei den zentralen Behörden in Grosny - bisher nicht zum Schulunterricht zugelassen. Das Schulsystem sieht normalerweise vor, dass Anvar noch zwei Jahre zur Schule gehen muss, bevor er ordentlich ins Berufsleben einsteigen könnte.
Für die zwei Mädchen wird der Umstand, dass sie kaum russisch sprechen, langsam zur Hypothek. So sieht das Schulsystem weder Unterstützung für Marha und Linda vor, noch gibt es private Institutionen zum Erlernen der russischen Sprache. Kaum Russisch und rudimentär Tschetschenisch zu sprechen, macht die Mädchen im Schulbetrieb zu Sonderlingen und Aussenseiterinnen. Weder die Schulleitung und die Lehrerinnen noch die Mitschülerinnen und Mitschüler scheinen an einer Integration der Kinder Interesse zu haben. Aus der Freude zur Schule zu gehen und erfolgreichem Lernen ist ein täglicher Spiessrutenlauf geworden.
Die Beweisführung zur schulischen Situation in Tschetschenien ist schwierig und dauert an. Nichtsdestotrotz besteht jedoch höchster Handlungsbedarf, um die Zukunft der Kinder zu sichern!

Danke Herr Fehr – Verfahren zur Prüfung des Gesuchs um Aufenthaltsbewilligung für die Kinder und Familiennachzug eröffnet

Vor 10 Tagen hat den Anwalt ein Schreiben des Migrationsamtes des Kantons Zürich erreicht. Darin wird in erster Linie bestätigt, dass das Gesuch geprüft wird und zusätzliche, die schulische und soziale Leistung der Kinder betreffende Unterlagen eingefordert.
Mit dem Gesuch soll den Kindern ermöglicht werden, an ihren Lebensmittelpunkt zurückzukehren und ihre schulische Laufbahn in der Schweiz durch eine Aufenthaltsbewilligung fortzusetzen. Wir alle wissen, dass die Kinder erstmalig in ihrem Leben in der Schweiz die Möglichkeit hatten, sich zu sozialisieren. Sie haben sich vorzüglich integriert und Kilchberg ist zu ihrer Heimat geworden. Entsprechend haben sie alles Recht dieser Welt, ihr Leben in der Schweiz fortzuführen.
Wir danken Herrn Fehr und seinem Amt mit der Prüfung des Gesuchs die Rechte der Kinder zu respektieren.

Zurückhaltung in den Medien

Das Interesse der Medien ist nach wie vor gross und Medienberichte polarisieren. Wir verhalten uns darum gegenüber der Medien derzeit zurückhaltend und konzentrieren uns auf die Situation der Kinder in Tschetschenien.

Dankeschön!

Danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer, allen Kilchbergern, der Reformierten Kirchgemeinde Kilchberg und allen, die sich für den Fall interessieren und engagieren. Ohne diesen Zuspruch wäre die Initiative zu Gunsten der Familie M nie möglich geworden.

Spenden

Das Gesuch verfolgt einen für die Schweiz erstmaligen Ansatz und verlangt für die Kinder eine Aufenthaltsbewilligung mit Familiennachzug. Vorabklärungen, Recherchen, der aktive Austausch mit Sachverständigen und die Aufarbeitung von Akten sind nach wie vor intensiv und kostspielig – wir freuen uns über jede Spende!
Mit Ihrer Spende auf unser Spendenkonto PC 61-248075-2 werden die Verfahrens– und Anwaltskosten für das Härtefallgesuch finanziert.
Wenn Sie die Familie direkt unterstützen möchten, bitten wir Sie um den Vermerk „Lebensunterhalt“ auf der Überweisung. Diese Spende werden wir direkt der Familie zukommen lassen.
Ein grosses Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender für die Unterstützung.

PC 61-248075-2, Hier zuhause
IBAN CH59 0900 0000 6124 8075 2

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