Newsletter vom 26. 2. 2017

Situation in Tschetschenien +++ Rekurs eingereicht +++ Versteckis mit dem Sicherheitsdirektor

Liebe Leserin, lieber Leser

Die Familie M hat sich entschieden, gegen den negativen Entscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich Rekurs einzulegen. Lesen Sie hier warum.

Situation in Tschetschenien

Die Situation für die Familie M in Tschetschenien ist unverändert angespannt. Die Familie hat uns dieser Tage informiert, dass sich die Situation im Ort verschärft und die Repression zugenommen hat: offensichtlich wurden einige junge Männer verhaftet und die Angst und das Misstrauen ist angestiegen. Wir hoffen, dass der Vater verschont bleibt.
Die Familie konnte endlich erwirken, dass der älteste Sohn, Anvar, zur Schule zugelassen wird. Allerdings versteht er nicht viel Russisch und erhält seitens der Schule keinerlei Unterstützung. Den Lehrern scheint es schlicht egal, ob er anwesend ist oder nicht, ob er was versteht oder nicht und ob er dem Lernstoff folgen kann. Natürlich leidet darunter seine Motivation und er fragt sich, wofür er überhaupt zur Schule geht und wo das hinführen soll. Die Situation der Familie M ist somit weder stabil noch sicher.

Rekurs eingereicht

Echt der Hammer ist die Truppe in der Sicherheitsdirektion und ihre Fähigkeit, aus der Distanz messerscharfe Analysen zu treffen. Sie sind in der Lage, in bemerkenswert pauschalisierender Art und Weise das Gesuch der Kinder abzulehnen und dabei grossspurig und arrogant Zukunftsperspektiven der Kinder nach dem „Pi-Mal-Daumen-Prinzip“ einzuschätzen. Keine der Damen und keiner der Herren hat jemals eines der Kinder persönlich gesehen oder mit einem von ihnen gesprochen, was der einmaligen Fähigkeit, menschliche Einschätzungen zu treffen und Begründungen auf solchen Sandburgen zu bauen, keinen Abbruch tut. Sämtliche Herleitungen aus der Sicherheitsdirektion lassen ausser Acht, dass ratifiziertes, internationales Recht als übergeordnet zu betrachten ist. Darum haben sich die Kinder der Familie M in Absprache mit ihrem Anwalt entschieden, fristgerecht Rekurs einzureichen

Versteckis mit dem  Sicherheitsdirektor

Der Sicherheitsdirektor macht mit seiner Medienmitteilung zur Ablehnung des Gesuchs vom 25. Januar 2017 einmal mehr klar, dass Abtauchen und Verstecken zu seinen Stärken gehören. Wer die Medienmitteilung liest, stellt schnell fest, dass es der Sicherheitsdirektor vorzieht, unter den Rock des SEM in Bern zu kriechen, statt endlich Farbe zu bekennen und eine positive oder negative Entscheidung in seinem Ermessensspielraum zu treffen und zu begründen. Diese Art des Versteckens scheint konsequente Strategie, um Unbequemes in der Deckung auszusitzen.

Spenden

Die Situation ist äusserst kritisch geworden und die Familie M braucht ihre Unterstützung mehr denn je – Danke für jede Spende!

Ein grosses Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender für die Unterstützung.

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